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"I Don´t like Mondays"

zu den anderen Inszenierungen
(Rechtschreib-, Druck- und andere Fehler werden als Zitat der abgedruckten Kritiken originalgetreu übernommen !)

Aus dem Gästebuch des Weimarer Kulturexpress

Toll gespielt! Hoffe ihr kommt noch mal wieder. (?)

Hey ihr wart bei uns in der Realschule Ebersbach am 22.10 und habt "I dont like Mondays" gespielt, mir hat das Stück echt supermäßig gut gefallen *gg* Weiter so.... (Mike)

zu aktuellen Einträgen und Schülermeinungen im Gästebuch

Premiere in Dedeleben Magdeburger Volksstimme

"I don't like mondays" gastierte an Dedelebener Sekundarschule
Theaterstück gegen Gewalt an der Schule

Linda Schmid und Kirsten Rowe gaben ihre Premiere in Dedeleben ...

Foto: Mario Heinicke
Dedeleben - Raufereien an der Schule, wo gibt's die nicht. Doch mittlerweile häufen sich selbst Vorfälle mit Schusswaffen an deutschen Schulen. Der "Weimarer Kultur-Express" hat sich dem Thema gewidmet. In dieser Woche gastierte er mit dem Theaterstück "I don't like mondays" an der Dedelebener Sekundarschule. "Ich mag keine Montage", meinte 1979 die 16jährige Brenda Spencer und schoss mit einem Gewehr in einer amerikanischen Schule. Das war der Hintergrund, als die Autoren Sven Gesse und Lutz Schäfer das Stück schrieben. Lange vor Horrorereignissen wie an den Schulen in Erfurt und Hildesheim. Auf der Bühne gibt es ein Happyend. Statt zu schießen, kommen die beiden Schülerinnen im Stück langsam ins Gespräch. Und sie bemerken, dass sie, so verschieden sie auch sind und leben, mehr Gemeinsamkeiten verbinden, als sie sich je hätten vorstellen können. Am Ende steht zwar keine Freundschaft, aber ein Anfang von Verständnis und Toleranz.Die Dedelebener Aufführung war nicht nur für die Schüler aus den 7. bis 9. Klassen etwas Besonderes, sondern auch für das Theater. Zwei Wochen lang hatten die beiden Darstellerinnen Linda Schmid und Kirsten Rowe mit Regisseur Patric Tavanti geprobt, um in Dedeleben ihre Premiere zu erleben. Nach der Aufführung fiel ihnen ein Stein vom Herzen. "Es ist schön, dass es den Schülern gefallen hat", sagte Kirsten Rowe. "Ich hoffe, dass es auch zum Nachdenken anregt." Beide Darstellerinnen kommen übrigens frisch von der Schauspielschule. Linda Schmid aus Berlin und Kirsten Rowe aus Kapstadt in Südafrika. In Johannesburg hatte sie zuvor eine deutsche Schule besucht. In Südafrika seien die Schüler generell disziplinierter, meinte sie. Das liege wohl an den Uniformen, in denen die Kinder zur Schule gehen. Bis Februar tourt das Stück nun durch ganz Deutschland, ausnahmslos in Schulen gibt es die Vorstellungen. Von Dedeleben aus machte sich das kleine Ensemble auf den Weg nach Kiel. Seit vier Jahren besteht der Weimarer Kultur-Express, der seitdem schon an rund 600 Schulen zu Gast war, wie von Regisseur Tavanti zu erfahren war. Parallel zu "I don't like mondays" läuft in Kürze das Stück "Hunger" - eine Auseinandersetzung mit der Magersucht.

( Mario Heinicke)

Theater bietet Einstieg in Gespräche
mit Schülern

Der Weimarer Kultur-Express in der Realschule am Westwall in Geldern
GELDERN
"I don´t like Mondays"... ich auch nicht, mögen da viele sagen. Auch wenn gerade Donnerstag und nicht Montag ist, die Schülerinnen und Schüler der Realschule am Westwall sind gespannt. Theaterbesuche gehören sonst nicht zum Alltag der Siebtklässler, aber sie sind gespannt.
Gut gelaunt kommt Claudia auf die Bühne, aber die Laune schwindet kaum das sie auf ihrem Platz sitzt. Sie denkt an Leila, ihre Mitschülerin. Warum das so schlimm ist, erfahren die Zuschauer schnell. Als Leila kommt muss Claudia wieder die "Dienerin" spielen, Leila die Hausaufgaben zum Abschreiben geben, aufheben, was Leila hinwirft, einfach tun, was Leila sagt. Die Schüler und Schülerinnen sind still. Haben
sie ähnliches nicht selbst schon erlebt? (... Als Claudia den Rucksack von Leila aufheben will fällt eine Pistole heraus,) das Blatt wendet sich. Nun muss sie nicht mehr tun, was Leila sagt, nun kann sie Leila schikanieren. "Die haben das so echt gespielt, da hat man gedacht, man wäre auch in der Klasse", sagt später eine Schülerin. Das liegt vielleicht auch daran, dass die beiden Schauspielerinnen die jugendlichen Zuschauer auch direkt ansprechen. Die Stimmung ist angespannt. Was passiert nun, macht Claudia nun Leila fertig? Immerhin hat die es doch verdient, so wie sie mit Claudia umgegangen ist.

Und doch, es gibt einen Weg. Ganz langsam, zögerlich baut sich zwischen den beiden Mädchen ein Gespräch auf. Sie erkennen, dass sie beide die "Montage" nicht mögen, dass sie beide unter dem "Wochenende" leiden, egal ob stark behütet wie Claudia oder eher vernachlässigt wie Leila.(... Nach der Vorstellung kommt es zur Diskussion. Solch eine Theateraufführung ist ein Chance) mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, sie in ihrer Persönlichkeit wirklich zu erreichen, so die stellvertretende Schulleiterin Ursula Arens-Herz. Verkopfte Diskussionen bewirken meist gar nichts, lassen die Problematik nicht an die Jugendlichen heran, die in der einen oder anderen Rolle fast alle tangiert sind.

Die Resonanz der Schülerinnen und Schüler war durchweg positiv. Schon die Theateraufführung an sich hat ihnen gut gefallen und zudem fanden sie es interessant, den Schauspielerinnen Fragen stellen zu können, aber auch die Inhalte haben sie angesprochen. "Eigentlich haben die beiden doch die gleichen Probleme", und "man muss sich gar nicht gleich die Köpfe einschlagen", meinten sie. "Ich habe gelernt, dass es ganz schnell zu Gewalttaten kommen kann."

(NN, 23.5.04)

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Neubrandenburger Zeitung

Mit Pistole im Rucksack in den Unterricht

Neubrandenburg. Wie schlimm es am Montag kommen kann, das hat die Schüler-schaft der Integrierten Gesamtschule Mitte am Dienstag erfahren. Der Weimarer Kulturexpress machte Halt in der Innenstadt, im Speisesaal der Schule gab´s Theater. Für die 8. und 9. Klassen stand "I don´t like Mondays" mit dem berühmten, gleichnamigen Song der Boomtown reds (Rats, p.t.) auf dem Plan.
Die 14-jährige Claudia, Typ eifrige Schülerin, kommt Montag zum Unterricht. Ein bisschen aufgedreht und hippelig wartet sie in der Schulbank, ordnet Hefter und Stifte. Bis Leila auftaucht, Typ böses Mädchen, und anfängt, ihre Sauberfrau-Nach-barin zu schikanieren. Das Opfer muss seine Hausaufgaben rausrücken, unter dem Tisch rumkriechen, Kopfnüsse einstecken. Als der Tyrannin eine Waffe aus dem Rucksack fällt, ist Claudia schneller am Abzug und dreht den Spieß um. Nun ist die andere, die "stinkend faule Sau", dran.
Theatertreffen in Kiel, 15.4.04
Christian, Linda, Patric, Kirstin, Jan
Crazy (T), Mo(S), C(S), Mo(S), Mo(T)
Rasend schnell entwickelt sich die Auseinandersetzung, die Rivalinnen schreien sich an und beharken sich, entdecken Ähn-lichkeiten und plötzlich viele gemeinsame Gegner - die langweilige Schule samt nerviger Lehrer, die unpassenden Eltern und überhaupt den fehlenden Sinn des gesamten Lebens.
Situationen, von denen einige durchaus treffend beschrieben werden, wie Sana aus der 9. nach einer dreiviertel Stunde findet. Einiges kann sie nachvollziehen, etwa das "flaue Gefühl am Sonntagnachmittag", das Claudia und Leila teilen, oder Hänseleien, die zum Schüleralltag gehören: "Manches war natürlich sehr überspitzt", urteilt sie Schülerin. Richard, ebenfalls 9. Klasse, sieht es ähnlich: "Etwas übertrieben, aber gefallen hat es mir."

Rezension soll folgen

Die Schauspielerinnen Linda Schmid (Claudia) und Kristin Rowe (Leila) - mit Anfang 20 gehen sie gut und gerne als Tee-nies durch - arbeiten im Kulturexpress, der mit aufklärerischen Theaterstücken für Jugendliche durchs Land tourt. Aus Lubmin sind sie nach Neubrandenburg gekommen, danach geht es nach Waren. Nach dem Auftritt bieten sich die Darstellerinnen zur Diskussion an. Die Gesamtschule hat die Chance ergriffen, auf diese Weise das Thema Gewalt zu besprechen. In den kommenden Tagen sollen sich die Schüler an einer Rezension versuchen.
"Das Stück ist ein Klassenzimmer-Thriller, der den Gründen einer um sich greifenden Teenager-Depression nachgeht", heißt es im Programm, mit dem Kulturexpress um Interesse wirbt. Die Vorlage stammt - natürlich - aus dem Leben: In einem Vorort von San Diego hatten 1979 eine 16-Jährige mit einem Gewehr in eine Schule gefeuert. Als Grund gab sie an: "Ich mag keine Montage."

(Marlis Guth, NZ, 18.08.04)

Immer unterwegs...
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Mädchenrealschule Franz von Assisi
Lenz Heuwieser
Laufener Str.
83395 Freilassing
25. Oktober 2004

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn ich mir - inmitten der Korrekturen und Stundenvorbereitungen - schon mal die Zeit nehme, um - ungefragt (!) - einen Brief zu schreiben, so ist das durchaus und tatsächlich etwas ganz Besonderes! (Sie können´s gebührend würdigen, hoffe ich...)

Vergangene Woche gastierten an unserer Schule die beiden Schauspielerinnen Frau Kirsten Rowe und Frau Linda Schmid mit dem Stück "I don´t like Mondays".
Meine Gratulation - auch im Namen meiner Fachkolleginnen und -kollegen - zur Inszenierung, zur Thematik, zum Stück und zur Präsentation durch die beiden Damen!

Natürlich werden wir im kommenden Jahr den Weimarer Kultur-Express wieder an unsere Schule holen. Es lohnt sich.

Mit freundlichen Grüßen

PS: Man könnte den Weimarer Kultur-Express durchaus weiterempfehlen...
(folgend eine Liste von Schulen im Umkreis)