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Westfalen-Blatt:
Gutherz und liebe Zicke
"Aladin" zeigt hohes Niveau für kleine Leute
So ein Wort in einem berühmten Märchen: "Zickig". Zwar wird es schnell relativiert, aber Aladin, Held in dem Abenteuer aus "1001 Nacht", hört es verblüfft aus dem Munde seiner besorgten Mutter, die ihn über das Wesen der Prinzessin Badrulbudur aufklären wollte: "Vielleicht ist sie ja zickig." Eine gelungene Szene aus dem Märchen "Aladin und die Wunderlampe".
Für die ganze Familie sollte es inszeniert sein, für die 4- bis 94-Jährigen. So hatte es sich Regisseur und Darsteller Jürgen Morche bei seiner Premiere am Montag im Theater im Park gewünscht - und das Ensemble der "Schaubühne Jürgen Morche Produktion" setzte in einer ansprechenden, dialogwitzigen und farbenfrohen Aufführung diese Maxime ihres Chefs um.
Einziger Kritikpunkt an dem 95-minütigem Märchenstück:
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| zur Fotogalerie "Aladin" |
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| Für die ganz kleinen Märchenfreunde im Alter zwischen vier und sechs Jahren waren die span-nenden Abenteuer des Aladin doch zu komplex, die Monologe und Dialoge in einigen Momenten eine Spur zu schnell gesprochen, die junge Aufmerksamkeit war so nicht immer während der an-derthalb Stunden gegeben. Doch Lob, Staunen und Anerkennung für die ambitionierte schau-spielerische Leistung aller Akteure spiegelte sich im Schlußapplaus, stehende Ovationen einge-schlossen, wider.
Zurück zur "Zicke" - oder besser zu ihrem Verehrer, Gutherz und Tunichtgut Aladin, von dem wieselflinken Patric Tavanti mit spürbarer Begeisterung interpretiert. Morche und sein Team, das in Mehrfachrollen als Sultan, Seiden- und Weinhändler oder Bittsteller den Reiz und den doppel-deutig fiebrigen Puls jener arabischen Nächte ausspielte, konnten sich auf die sympathische Aus-strahlung ihres Helden verlassen.
Patric Tavanti verliebt sich in die Prinzessin und manchmal verirrt zwischen all den Intrigen und Tricks des Großwesirs und des Sultans - Morches messerscharfe, schneidende Stimme war klasse!-, durfte anfangs mit einem Volleyball herumtoben und sich von seiner Mutter anhören, "dass er doch nur den ganzen Tag auf der Straße herumhängt, und nur zum Essen heimkommt".
Gerade die Szenen Aladins mit seiner Mutter zeugten von großen gefühlen, "was soll nur aus dir werden", schimpfte Monika Borchers in der Mutter-Rolle. Ahnte sie da noch nichts von der Wunderlampe und dem ihr entfliehenden Geist?
Aus dem Nebel sorgte Stefan Diekmann für schaurige Momente, doch so richtig aufgeschrien und gezittert haben die Kleinen nicht. Auch kein Wunder - sie konnten sich ja auf Aladin verlassen. Und auf Patric Tavanti. Das Gutherz mit dem Gespür für seine Prinzessin, Daniela Thiele. Liebe kennt keine (Jahrhundert)-Grenzen. Wie schön!
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Lippische Landes-Zeitung, 19.Dezember 2003
Mit viel Tempo in tausendundeine Nacht
Als Familientheater war sie angekündigt. Obwohl sie das im ursprünglichen Sinne des Wortes war, hätte die von Stefan Schroeder dramatisierte Fassung des beliebten Märchens "Aladin und die Wunderlampe", auch auf der "großen" Theaterbühne Bestand gehabt. Die in dieser Woche zwei Mal im Kur- und Stadttheater (Bad Salzuflen) vor einem überwiegend sehr jungem Publikum gezeigte Aufführung lieferte ein sehenswertes Theaterereignis.
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| Märchenhaft: Aladin (links) mit der Wunderlampe und der Zauberer (LLZ) |
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In der temporeichen Inszenierung von Jürgen Morche, dessen schaubühne eine Koproduktion mit dem Stadttheater Minden und dem Theater im Park, Bad Oeynhausen, vorstellt, entführten die Darsteller ihr Publikum in die Welt von Tausenduneiner Nacht".
Modern im Umgangston, der auch Flapsiges nicht schamhaft ausließ, vermittelte die als zweifache Rückblende erzählte Handlung anschaulich und mitreißend die gGeschichte des jungen Aladin.
Ein skrupelloser und machtbessener Bösewicht trachtet ihn vor seinen Karren zu spannen, wobei er seine Verachtung für das nützliche Werkzeug nicht verhehlt. |
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Der "Dummkopf" macht Karriere
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"Wer das Vertrauen eines Dummkopfs besitzt, verfügt über die Macht der Klugheit", preist sich der Zauberer selbst. Trotzdem muss er am Ende schmerzhaft erleben, wie ihn der vermeintliche Dummkopf nicht nur um die kostbare Wunderlampe bringt, sondern selbst zu höchsten Ehren und Machtposition aufsteigt. Patric Tavanti (Aladin), Dani Thiele (Prinzessin), Jürgen Morche (Sultan), Christoph Banken (Wesir), Marco Dott (Zauberer), Stefan Diekmann (Geist d. Lampe) und Wolfgang Kunkel als Glashändler brachten nicht nur ihre "Hauptrollen" überzeugend über die Bühne.
Auch die zahlreichen "Nebenrollen", in die sie nach Bedarf schlüpften, wurden von ihnen plausibel verkörpert.
Das zweckdienlich-unprätentiöse Bühnenbild von Laurentin Taturuga, der auch für die Kostüme verantwortlich zeichnete, sowie die geschickt konzipierten Schattenspielszenen, durch die unterirdisch "Unsichtbares" sowie der "Mauerblick" (Teichoskopie) auf die anrückende Gold-Karawane sichtbar wurden, trugen zum großen Erfolg des Stückes bei, das von den jungen Zuschauern mit lebhaftem Beifall honoriert wurde.
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| Monika Borchert als Aladins Mutter |
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Bad Salzufler Zeitung
Zauberhafte Reise in die Welt von 1001 Nacht
Draußen war es grau und trübe, drinnen traumhaft und bunt. Hunderte Kinder und einige Eltern und Großeltern erlebten am Dienstagnachmittag im ausverkauften Kur- und Stadttheater eine fantastische Reise in die Welt von 1001 Nacht. In "Aladin und die Wunderlampe" machten die kleinen und Großen Gäste Bekannschaft mit der reizenden Prinzessin Badrulbudur, dem Schmuckhändler Tandarada, dem Weinhändler Schaddon Nei, dem Glaswarenhändler Schepar Khilir und natürlich dem kleinen Tunichtgut Aladin und erlebten natürlich ein "Happy End".
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| Thiele, Tavanti, Borchert |
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Und noch bevor der Vorhang sich hob, hatten die Schauspieler von "musical unltd." vor allem die jungen Zuschauer für sich eingenommen. In ihren prächtigen Kostümen liefen sie durchs Publikum und verteilten "Goldtaler" . Am Schluss bedankten sich die KInder für ein tolles Stück und hervorragende schauspielerische Leistung mit tosendem Applaus. Das Foto zeigt (v.l.) die Prinzessin, Aladin und seine Mutter.
kop/Foto: Karin Koteras-Pietsch
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